Messerkampf und Messerabwehr

28.02.08

 
Permalink 17:30:30, Kategorien: egotrip  

Messerkampf und Messerabwehr

Messer sind Werkzeuge, und zugleich gefährliche, brutale Waffen, und erfreuen sich in dieser Funktion auch wachsender Beliebtheit. Ich selbst trage ständig ein Messer bei mir, hauptsächlich als Werkzeug und weniger als Waffe.

Als Waffe ist ein Messer sehr brutal, sein Einsatz folgenreich, und sowohl für den der das Messer führt als auch für seinen Gegner extrem gefährlich. Hier in Deutschland haftet dem Messer als Waffe ein schlechter Ruf an, es werde nur von Kriminellen zur Verübung von Straftaten verwendet. Ein Messer zum zwecke der Selbstverteidigung zu nutzen kann man sich quasi nicht vorstellen. Film und Fernsehen tragen einen grossen Teil zu dem schlechten Image des Messers bei, da Messer stets von den Bösewichten, und so gut wie nie von den Protagonisten eingesetzt werden.

Die grausamen Verletzungen die ein Messer bei einem Kampf verursachen kann, lassen andere Waffen, selbst wenn ihre Wirkung die gleiche ist, nahezu harmlos erscheinen. Eine Schusswunde wirkt weit weniger abschreckend als eine riesige, klaffende Schnittverletzung. Der Anblick oder die reine Vorstellung der Verletzungen die der Kampf mit Messer verursachen kann, sorgen dafür dass die meisten Menschen hierzulande den Gedanken, irgendwann mit einem Messer angeriffen werden, völlig Verdrängen, und das Messer als Instrument der Selbstverteidigung vollkommen und entschieden ablehnen.

Messer erfreuen sich jedoch bei Kriminellen jeder Couleur enormer Beliebtheit und die Möglichkeit sich unversehen, vollkommen überaschend, und absolut unvorbereitet, in einem womöglich sehr einseitigen Messerkampf mit einem Skrupellosen Opponenten wieder zu finden, ist ständig gegeben, und noch nicht einmal so unwahrscheinlich wie man es im ersten Moment glauben, und insgeheim hoffen mag.

Unbewaffnet, unvorbeireitet, und durch den akuten Stress absolut handlungsunfähig, findet man sich dann einer Lebensbedrohlichen Situation wieder, die man niemals bedacht hat, weil der Gedanke daran so unangenehm ist. Wie man sich in solch einer Situation zu verhalten hat, wird nirgendwo wirklich erklärt, oder gar trainiert. Zwar gibt es in jedem Kampfsport irgendwelche Tricks und Kunststückchen, in denen der, selbstverständlich unbewaffnete, Verteidiger optisch sehr Imposant, mit minutös geplanten Bewegungen den böser Angreifer entwaffnet, kampfunfähig macht, und mit seinen eigenen Extremitäten gefesselt den Ordnungshütern übergibt, doch diese durch-den-Reifen-Spring Tricks sind allesamt unrealistisch, in tatsächlichen Kampfsituationen nutzlos, und geben dem Angegriffenen allerhöchstens ein trügerisches Gefühl der Sicherheit.

Abseits von Leugnung, Ignoranz, und mehr oder weniger gezielter Desinformation, gibt es jedoch ab und zu einen Lichtblick mit fundierten und praxistauglichen Informationen. Heute Morgen bin ich auf eine Webseite gestossen die sich intensiv mit der Thematik beschäftigt, und dem interessierten Leser Einblicke verschafft, die ihm möglicherweise irgendwann das Leben retten könnten.

Bevor ich nun zu der Seite verlinke möchte ich noch einige Warnungen ausprechen:

  • Die Seite wurde von der BpjM (Bundesprüfstelle fuer jugendgefaehrdende Medien) als jugendgefährdent eingestuft, und das dort vorhandene Text und Bildmaterial darf Jugendlichen unter Achtzehn Jahren nicht zugänglich gemacht werden.
  • Auf der Publikation werden Bilder gezeigt welche die erheblichen Verletzungen, die bei Auseinandersetzungen mit Messern enstanden sind. Das Bildmaterial ist nicht für jeden geeignet.
  • Auf der Grundlage der meist Korrekten Annahme, das Angriff die beste Verteidung ist werden sowohl Verteidungs- als auch Angriffstechniken besprochen. Diese stellen zwar keinen Aufruf zur Gewalt dar, allerdings können diese Informationen auch diesbezüglich mißverstanden werden. Dazu möchte ich Anmerken dass Informationen keinesfalls böse, der niederer Absicht sein können, und auschliesslich entscheident ist was man damit anfängt.
  • Da Konflikte in denen mindestens einer der Opponenten ein Messer einsetzt zumeist Lebensbrohlich sind werden Techniken erläutert die zum Schutze des eigenen Lebens den Tot des Angreifers in Kauf nehmen. Diese Techniken sollten jedoch als Ultima-Ratio, als letzter Ausweg wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind angesehen werden.

Wer damit nicht klarkommt, unter 18 ist, oder sich belästigt fühlt sollte die Seite nicht besuchen.

Allen anderen kann ich die Seite nur empfehlen. Zu finden ist sie unter: http://www.aermeldolch.com/

 

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Kommentare, Trackbacks, Pingbacks:

Kommentar von: Tears [Besucher] Email · http://www.iguts.de
Nett... da fällt mir ein, dass ich mir schon lang n anständiges Messer anschaffen will... ne Tonfa ist doch einfach zu unpraktisch um sie immer mitzuführen...
PermalinkPermalink 28.02.08 @ 21:05
Kommentar von: blade [Mitglied] Email · http://dropfknuck.net
Nee, ne Tonfa ist wirklich unpraktisch, ich bevorzuge in letzter Zeit einen Klappspaten.
PermalinkPermalink 29.02.08 @ 10:15

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