Noch mehr Rechnungssauerreien

18.02.08

 
Permalink 17:25:22, Kategorien: blade the bofh  

Noch mehr Rechnungssauerreien

Um die Woche gleich in dem Stil zu beginnen, in dem sie vermutlicherweise weiterhin verlaufen wird, gibt es nun eine neue Variation, des mich verfolgenden Themas der druckunwilligen Drucker. Der Tag begann auf klassische Art und Weise, kurz vor elf kam ich in mein Büro gestolpert, habe B3rT der schon dasaß, und Blogs laß, angebrüllt was bei uns die übliche, und gewünschte Begrüßung darstellt. Ich packte meinen Krempel aus, klatschte mein MacBook auf den Tisch, erkundigte mich bei B3rT nach den Geschenissen des Tages, und das waren sofern noch keine, schaltete meine fünf Displays ein, und begann an dem Programm an dem ich schon seit Wochen arbeite, welches an sich schon seit Wochen fertig sein sollte, weiter zu programmieren.

Die Zeit verging, die Probleme häuften sich, und shcon bald waren die ersten Debugging-Geräusche aus meiner Richtung zu vernehmen. Da Debugging an und für sich, schon eine Stressige Angelegenheit ist, begann ich damit mich mit B3rT zu unterhalten, und ihm die Grundzüge der Bedienung von VIM, dem Texteditor zu erklären. Währendessen ging die Tür auf und ein Individuum, das sich der Gefahr das Büro der SysOps, ungefragt, uneingeladen, und in unerwünschter Weise zu betreten noch nicht bewusst ist, aber in Kürze, auf möglichst Schmerzhafte weise vorgeführt bekommt, kam herein, und unterbrach sträflicherweise meine kurze Einführung in VIM.

"Drucker geht nicht", murmelte er, nachdem B3rT und ich ihn ersteinmal 3 Minuten ignorierten, was angesichts seines Vergehens, ungefragt und zum wiederholten Male, unser Büro, gemeinhin als Kriegsgebiet, in dem niemand willkommen ist, bekannt, zu betreten, eine sehr barmherzige Behandlung ist, der er im Grunde genommen nicht verdient hat. "Was hater Denn?" fragte ich in einem Ton, der mein Desintresse sehr schön und unmissverständlich wiedergab. "Der druckt nicht, und das Papier klemmt.". Ui, mal was neues dachte ich, während B3rT und ich, wenig beeindruckt von den Unfähigkeiten unserer bemitleidenswerten lUSER, in das Lager, dem Nexus aller vermindert denkfähiger, gingen.

Nach erster, oberflächlicher, in Augenscheinahme kamen wir zu dem Schluss das es sich um einen klassischen Papierstau, so wie er seit Anbeginn des Desktopdruckerzeitalters vorkommt, und in dessen Behebung jeder schon in der Grundschule Ausgebildet gehören sollte, handele. Nach dieser Diagnose die eigentlich keinen Zweifel über den Sachverhalt liess, machte ich mich daran das Problem zu lösen: Ich Zog an dem festsitzenden Papierstück. Nichts Passierte, das Papier steckte fest. Da half kein ziehen und zobeln, also machte ich den Drucker auf, riss die Tonerkartusche heraus, nciht ohne den Inhalt einer halben Kartusche, schwarzes und schlecht zu entfernendes Tonerpulver auf meiner Hand zu verteilen, und sah mir die Lage von Innen an.

Ein zerknülltes, zu weiten Teilen um eine Transportwalze gewickeltes Stück Papier, genau das was ich erwartete, was jedoch nicht seine hartnäckig festsitzende Position rechtfertigte. Mit etwas mehr Gewalt, was wie sichherausstellen sollte etwas zuviel Gewalt war, zog ich an dem Papiefetzen, der von dem herumfliegenden Tonerstaub ein hübsches Muster schwarzer Flecken aufwies. Wie zu erwarten, riss der Papierfetzen, um seine geteilte Position mir gegenüber klarzustellen, die eine Hälfte in meiner Hand, die andere Hälfte bei den durchaus sympathischeren Transportwalzen. Doch durch den von dem Abgerissenen Fetzen enstandenen Einblick, der mich zugegebenermassen selbst verwunderte, kam ich dem eigentlichen Problem, dem Verusacher dieses gar nicht so klassischen Falles von Papierstau auf die Spur.

Da mir generell nicht zu trauen ist, und ich meinen Augen nicht trauen wollte, fragte ich B3rT ob er sehe, was ich sehe. Mit einem unmissverständlichen und dennoch verwirrt klingenden 'Äääääähhh!?' bestätigte er mir das, was ich nicht zu sehen glauben wollte. Zwischen dem Papier und der Transportwalze, verhindert hing ein rosanes Gummiband, zirka 4 Millimeter breit, kunstvoll in nahezu sexueller Vereinigung mit der Transportwalze, patiniert von dem Omnipräsenten Tonerstaub, der Wartungsarbeiten dieser Art besonders angenehm macht. Nach Entfernung des Gummibandes, die sich aufgrund der Verwunderung die sich sowohl bei B3rt als auch mir paralytisch auswirkte, ein klein wenig verzögerte, und dem finalen herausreissen des letzten Widerstand leistenden Papierfetzens, lief der Drucker wieder wunderbar.

Mit dem Kommentar, dass das drucken ohne Gummi, besser Funktioniere verliessen wir das Lager in dem Wissen das der nun im Drucker freifliegende Tonerstaub noch für die eine oder andere Sauerei sorgen wird.

 

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Kommentar von: Björn [Besucher] · http://www.soulprayer.de
Und wem gehört das rosa Dingen?
Konnte der Beschuldigte dingfest und sachgeknebelt vorgeführt werden? :-)
PermalinkPermalink 18.02.08 @ 18:43
Kommentar von: blade [Mitglied] Email · http://dropfknuck.net
Nein, das Subjekt auf das diese SchwerwiegendeVerfehlung zurückführen ist konnte bisher nicht ausgemacht werden. Zur Aufklärung werden kollektive Bestrafungsmaßnahmen, und individuelle Verhöre angesetzt.
PermalinkPermalink 19.02.08 @ 09:40

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