Über die ChaosCompany - die Prähistorische Epoche
Seit knapp einem halben Jahr schreibe ich nun schon hin und wieder über meine Erlebnisse, Abenteuer, Schandtaten und Errungenschaften bei der der ChaosCompany, ohne jemals erzählt zu haben was die ChaosCompany denn Eigentlich ist.
Damit sich der Interessierte Leser etwas besser in die Absurden Episoden meiner Erzählungen hineinversetzen kann möchte ich etwas über die ChaosCompany, und ihre bislang kurze aber verstrickte Geschichte erzählen. In diesem ersten Teil einer möglicherweise langen Serie erläutere ich wie alles begann.
Den Legenden und Gerüchten, wenn man ihnen denn Glauben schenken mag zufolge begann die Geschichte der ChaosCompany im Herbst 2005, in der Waschküche von Captain Headexplode, von wo aus er Digitalkameras, über Ebay verhökerte.
Mit dem Geld aus dem Vorweihnachtsgeschäft zog er dann zusammen mit zwei ehemaligen Arbeitskollegen in das Industriegebiet in dem wir immer noch sind, zum ersten weil der Platz in seiner Waschküche sehr begrenzt war, zum anderen weil sich die Nachbarschaft in dem edlen Wohngebiet in dem er wohnt über die morgendlich anrollenden LKWs beschwerte.
Einhergehend mit dem Umzug, änderte er auch die Verkaufsplattform, und eröffnete einen richtigen Onlineshop, auf Basis von dem verhassten Oscommerce dass er sich von einem sehr unfähigen, überbezahlten, und ausgesprochen hässlichen Bauernfänger Dienstleister einrichten liess. Ausserdem begann er damit das Geschäftsfeld zu erweitern, und versuchte Gebrauchtwagen übers Internet zu verhökern, was aber nie richtig funktioniert hat, dauernd Ärger machte, und alles in allem, in letzter Konsequenz ein einziges, gigantisches Verlustgeschäft war. Doch von kleineren Rückschlägen lässt sich ein Captain Headexplode nicht beeindrucken, und hartnäckig und unnachgiebig wie er ist machte er weiter, um aus dem Gigantischen Verlustgeschäft ein noch viel Gigantischeres Verlustgeschäft zu machen. Allerdings sollte es noch eine ganze Weile dauern bis Captain Headexplode das einsehen sollte, und so stellte er munter zwei Mitarbeiterinnen ein, um mit dem Gebrauchtwagengeschäft in das Europäische Ausland zu expandieren. Expansion ist ein Wort dass in Verbindung mit der ChaosCompany und besonders Captain Headexplode sehr häufig Anwendung findet, nicht selten in unheiliger Allianz mit den Adjektiven 'rapide' und 'explosionsartig', manchmal auch substituiert durch 'Grössenwahn'.
Grössenwahn ist wohl das Attribut das Captain Headexplode auch dazu bewegte mit dem Kamerageschäft nach Frankreich und Belgien expandieren zu wollen, was schliesslich darin endete dass die beiden Mitarbeiterinnen, die eigentlich für das Autogeschäft gedacht waren, damit begannen das Gesamte Angebot des Onlineshops, in das Niederländische und Französische zu übersetzen, um einen neuen Onlineshop in Belgien und später auch Frankreich zu eröffnen.
Der Frühling war gekommen, die Vögel begannen zu nisten, und das obskure Quintett das zu diesem Zeitpunkt die ChaosCompany war, arbeitete munter vor sich hin, verkaufte Grauimporte aus den USA in Deutschland, die beiden Damen waren damit beschäftigt die Texte und Produkte einer weiteren Oscommerce Installation zu übersetzen.
Ein besonderes Merkmal von der ChaosCompany war schon immer das niemand so genau weiss was genau er da tut. Besonders schwerwiegend war dieser Merkmal in dem Umstand ausgeprägt dass die fünf, obwohl ziemlich bunt aus allen Branchen gepickt, waren sie immerhin einmal Broker, Schriftsetzer, Metzger, Verkäufer, und Sozialpädagogen, allesamt keine Ahnung von Computern oder dem Internet hatten. Für eine Firma die das Internet als alleinige Verkaufsplattform verwendet ist dieser Umstand verheerend bis katastrophal, und so sollte ich im März 2006 ins Spiel mit der ChaosCompany kommen.
Im nächsten Teil werde ich die Geschichte erzählen wie der Prophet zum Berg, blade zur ChaosCompany kam.
